Maschentango

Maschentango ist für mich eine freie Strickart mit verkürzten Reihen, die mich einfach fortträgt. Während die Reihen mehr werden, wachsen Ideen und spinnen sich Gedanken weiter.

Ich stricke verkürzte Reihen, habe jedoch keine Zeichnung, auf der ich mein Projekt in ein Raster gebracht habe. Manchmal ist es nur eine Strickprobe, die mich so gefangen nimmt und weiter trägt, dass ich immer weiter mache und im Fluss bin. Irgendwann bin ich von meinem Experiment überzeugt und es stellt sich dann die Frage:

Was will ich daraus machen?

 

Tauwetter

Hier eine Tunika aus Baumwolle mit sehr aneinander geschmiegten Fließfeldern, die wie Rinnsale bei der Schneeschmelze sich ihren Weg suchen. Durch die Längsrichtung ist es ein „Figurschmeichler“ geworden.

Innere Werte

Eigentlich wollte ich nur sehen, wie die Farben zueinander wirken und ob ich es richtig herausgetüftelt habe, wie ich um die Ecke stricke. Dann konnte ich nicht mehr aufhören. Feld um Feld, Farbe um Farbe arbeitete ich unermüdlich im Sog der Neugierde, wie es denn aussieht, wenn ich die nächste Farbe eingearbeitet habe.

Federle-Cape

Es ist fast nicht zu erkennen, dass dieses Cape diagonal gestrickt ist.

Gearbeitet ist es aus einem anschmiegsamen Baumwollgarn.

Spiralen nach links

Es sind alle Spiralsegmente in die gleiche Drehrichtung mit Fließfeldern gearbeitet. Seitlich fließt die Farbe vom Bauch zum Rücken.

 

 

Fremde Pfade

Hier  ein Objekt, das sich aus einer Maschenprobe entwickelt hat. Es sind seitlich zwei unterschiedliche Streifen mit Fließfeldern am Kinderpulli. Die rechte Seite wird dem gerecht, was mein Enkel an Farben in sein Auswahlkörbchen gelegt hatte. Da es mir zu bunt war, ist die Idee entstanden, dass ich diese Farbenvielfalt nur in einem reduzierten Bereich einarbeite und auf der andere Seite ein Gegengewicht einplane. Links habe ich somit nur die Furchen mit Farbe versehen. So ist aus einer Maschenprobe ein Lieblingspulli entstanden.

Spirale nach rechts.

Diesen Pullunder nenne ich Blautopf, weil er durch sein blau mich an den Quelltopf der Blau in unserer Stadt erinnert.

Ich gebe immer wieder Kurse zu Spiralen an und zeige, wie mit leichtem Aufbau ein solches Werke zu Stricken ist.

Sechsarmige Spirale

Etwas ausgetüftelter geht es mit sechs sich drehenden Spiralarmen zu.  Sie ergeben sehr apparte Stulpen, die sich am Mittelfinger einhängen lassen.

Stapeleien

An einen Teilbereich stricke ich ein nächstes – und wiedereinen nächste.

Von diesem Pullunder habe ich leider nur noch diese unfertige Version. Er wurde mir in einer Umkleidekabine entwendet.

Gewusst wie

Hier habe ich meine ganz eigene Art entwickelt, wie ich mit freien Fließfeldern Socken gestalten kann und dennoch ein Bündchen habe, das die Socke hält und nicht rutschen lässt. Es gibt nur wenige besondere Menschen, denen ich solche Socken stricke.

Als kleine Arbeit zwischendurch mache ich gerne Stulpen. Manche sind mit extra ausgesuchter oder neu erworbener Wolle und manche aus Resten, die der Wollekorb freigiebig spendiert.

In freien verkürzten Reihen lasse ich der Fantasie freien Lauf.

Anbei ein Modell, das ich nicht verschenkt habe: