Kluge-Strick-Art

Seit einigen Jahre erschaffe ich Werke in der Kluge-Strick-Art.

Gabriele Kluge hat die verkürzten Reihen mit einem genetischen Code verknüpft . Dieser kann für jede neue Arbeit neu ausgedacht werden.  Folgende Arbeiten sind in dieser Strick-Art entstanden:

Lavaströme

An diesem Pullover sind die Fließfelder mit den verkürzten Reihen nicht frei eingearbeitet, sondern unterliegen Regeln. Die Fließfelder bewegen sich in eine Richtung und es gibt immer nur ein  Feld und einen langen „Anfahrtsweg“

Es ist wie: „Einen Krimi stricken“. Ich lege ungerne meine Strickarbeit zur Seite, wenn ich so etwas auf der Nadel habe. Die Ärmel arbeite ich gerne sehr einfach. Dadurch wird der Blick auf das Wesentliche gelenkt.

Frühlingsanfang

Dieses Kleid kommt mit seinen Farben flott und frisch daher. Gearbeitet ist es in der Technik Fischgrät. Das Garn heißt Frühlingsanfang und hat einen sehr langen Farbverlauf, was die Farben fließen lässt. Die vier Segmente laufen mit vier Knäueln fischgrätmäßig bis unter die Achsel nebeneinander zusammen, bevor die für die Brust- und Rückenpartie geteilt werden. Der Ausschnitt ist asymetrisch um den Blüten mehr Gewicht zu geben.

Sommerjacke

Aus den Resten vom Garn „Frühlingserwachen“ entstand diese Kurzjacke, die sich vorne als Blickfang verlängert. Die Begrenzungslinien sind auf gleicher Höhe angeordnet.

Melodie in Rot

Eine Symphonie in Primzahlen

Der Wunsch etwas mit Primzahlen zu machen war schon lange da. Hier sind es die Abstände der roten Linien am Übergang. Mittels Würfel habe ich entweder nach 3, 5, 7, 11 oder 13 Rippen Abstand zur nächsten roten Aktion. Den dunklere blaue Teil habe ich später angestrickt und übernahm diese roten Abstände. Für mich war es sehr spannend, was aus dem neuen roten Ansatz wird, Fließfeld oder Furche?

Es ist eine kleinere Decke (120x100cm) geworden, die ich mir gerne an kühlen Sommerabenden über die Beine lege.

Die Farben des Sommers

Ich liebe es, Farben durch Einzelfäden selber zu mischen. Hier eine Arbeit, die bei dem Kurs „Freie Reisterassen“ bei Gabriele Kluge im Entstehen war. Da ich nie weiß, wie sich die nächste Farbe optisch darstellt und auch nie weiß, welche Form nun mit meinem genetischen Code entsteht, ist es eine fast süchtig machende Beschäftigung.